
Kronen Zeitung
UNTERHAUS PANOPTIKUM
Zum Jubiläum fließen die Abschiedstränen
Seit der Wiedergründung vor zehn Jahren versuchte Trainer Rene Wolf, seine Mannschaft „Vorwärts Wien 2016“ stets nach vorne zu bringen – zum zehnjährigen Jubiläum steht der Wiener Fußballklub jedoch vor einer ungewissen Zukunft.
„Irgendwann muss man sich die Frage stellen: Macht das alles noch Sinn?“, seufzt Vorwärts Wien 2016-Trainer Rene Wolf, dessen Mannschaft sich aktuell als Tabellenletzter der 1. Klasse B über den Platz quält.
Eigentlich hätte man beim zehnjährigen Jubiläum allen Grund zum Feiern, doch zum runden Geburtstag könnten schon bald die Abschiedstränen fließen. „Wir werden den Spielbetrieb wohl einstellen müssen“, verrät der Wiener.
Der Mannschaft aus der Donaustadt fehlt es eigentlich an allem, „primär aber an Spielern“. Gemeinsam mit seiner 83-jährigen Mutter versucht Wolf, den Verein am Leben zu erhalten. Dass andere Mannschaften von Sponsoren profitieren, davon kann der 49-Jährige nur träumen. „Wir leben von den Mitgliedsbeiträgen unserer Spieler, es ist sich bis jetzt gerade so ausgegangen.“
Sollte nicht bald ein Wunder geschehen, sieht Trainer Wolf schwarz. Auf die Quote der Niederlagen in den vergangenen Jahren ist man zwar nicht stolz, dennoch: „Von unserem Kampfgeist war auch die Konkurrenz beeindruckt“, lobt Wolf abschließend seine Spieler.
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